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Warum lässt ein liebender Gott Unglücke zu?

"Orkane, Tornados, Erdbeben, Sturmfluten, Überschwemmungen, Fluten, Seuchen, usw.
Gott kann sie verhindern - warum tut Er es nicht?
"Zu dieser Zeit waren aber einige zugegen, die ihm von den Galiläern berichteten, deren Blut Pilatus mit ihren Schlachtopfern vermischt hatte. Und er antwortete und sprach zu ihnen: Meint ihr, daß diese Galiläer vor allen Galiläern Sünder waren, weil sie dies erlitten haben? Nein, sage ich euch, sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle ebenso umkommen. Oder jene achtzehn, auf die der Turm in Siloah fiel und sie tötete: meint ihr, daß sie vor allen Menschen, die in Jerusalem wohnen, Schuldner waren? Nein, sage ich euch, sondern wenn ihr nicht Buße tut, werdet ihr alle ebenso umkommen " (Luk. 13 :1-5). Edel und gut sind sowohl in den Augen Gottes als auch der Menschen die großmütigen Regungen der Nächstenliebe und des Mitleids, die in den letzten Jahren durch Orkane, Tornados, Erdbeben, Überschwemmungen, Schiffbrüche, Eisenbahn- und Flugzeugkatastrophen, Explosionen und andere große Unglücke erweckt wurden. Und wenn dies gesagt ist, bleibt wenig übrig, was zu Gunsten solcher Unglücke oder ihren Auswirkungen gesagt werden kann. Während diese in die Tat umgesetzte Nächstenliebe nicht so mißverstanden werden sollte, als würde das heißen, daß die Anzahl der geweihten Kinder Gottes schnell zunimmt, denn viele der wohltätigen Menschen sind nicht geweiht und einige sind sogar ungläubig. Dennoch sind diese Menschen ein Beweis dafür, daß wenigstens etwas von der ursprünglichen Gottähnlichkeit unseres Menschengeschlechts übrig geblieben ist, daß diese Gottähnlichkeit weder durch die Degradierung des Falls ganz ausgelöscht, noch durch Satan und die schlimme Theologie des finsteren Mittelalters völlig vergiftet wurde. Obwohl wir in einer egoistischen und geldliebenden Zeit leben, wie sie die Geschichte vielleicht noch nie gesehen hat, werden doch Millionen Dollar großzügig gespendet um der leidenden Menschheit zu helfen. Jedoch würden viele, die in Zeiten katastrophaler Not zeigen, daß sie irgendwo in ihrem Herzen eine empfindliche Stelle haben, zu anderen Zeiten ihre Zeit, Intelligenz und Fähigkeit für Kriegskünste und zum Entwerfen schrecklichster Kriegswerkzeuge hergeben, und viele tun dies auch, und bei solchen Gelegenheiten, wo bittere Leidenschaften geweckt werden, würden sie unbarmherzig und mitleidlos tausendmal mehr Menschen töten, als durch Naturkatastrophen umkommen. Doch obwohl sich diese beiden Elemente in ein und demselben Menschen zeigen, freuen wir uns, daß das gottähnliche Element des Mitgefühls als teilweiser Ausgleich für die teuflischen Eigenschaften des Egoismus und der Herzlosigkeit, die unter dem degradierenden Einfluß des gefallenen menschlichen Zustandes während der vergangenen 6000 Jahre stark zugenommen haben, existiert. In Vorbereitung auf eine genaue, vernünftige und biblische Betrachtung der Frage, warum läßt ein liebender Gott Unglücke zu?, wollen wir einige der absurden Ansichten mancher Christen betrachten, die Gottes Wort und Charakter bedeutend besser kennen sollten, als es der Fall zu sein scheint. Einige, deren Herzen angesichts großen Unheils von Mitgefühl und gottähnlicher Liebe überfließen, behaupten, daß Gott der Lenker und die Ursache aller Katastrophen und Unruhen ist (was beweist, daß ihre Herzen besser und vernünftiger sind als ihre Theologie). Dieser Ansicht zufolge würde daher alles, ganz gleich was die Menschen auch tun würden, um solches Elend zu lindern, Gott zuwider geschehen. Ganz gleich welche Liebe und welches Mitgefühl sie empfinden, ihre Gefühle stehen im Gegensatz zu Gottes Gefühlen, die somit als bösartig dargestellt werden.

DAS DENKBAR SCHLIMMSTE UNGLÜCK
Den Allmächtigen anzuklagen, Verursacher aller Unglücke auf der Erde zu sein, scheint aber eine Kleinigkeit zu sein, im Vergleich zu der aus dem finsteren Mittelalter ererbten Ansicht, nämlich, daß Gott schon vor Grundlegung der Welt die ewige Qual der großen Mehrheit der Menschheit - das schlimmste denkbare Unglück - vorher überlegte und plante. Orkane, Tornados, Erdbeben, Krankheitsepidemien usw., wären Gnade und Güte im Vergleich zu solch teuflischen Plänen und Vorbereitungen, wie sie Gott von der überwältigenden Mehrheit Seiner Kinder zugeschrieben werden, die nach wie vor unter dem Aberglauben, der Unwissenheit und der Blindheit des finsteren Mittelalters und seiner Glaubensbekenntnisse leiden. Ach, daß solche falschen Vorstellungen von der Gerechtigkeit und Liebe unseres Schöpfers jemals in unseren Köpfen Fuß gefaßt haben - um jede Vorstellung von rechten und guten Eigenschaften zu verdrehen. Die Schwierigkeit besteht darin, daß die Menschen dazu verleitet worden sind, gerade die Bibel, die Gottes wahren Charakter der Liebe und Gerechtigkeit zeigt, als Quelle jener teuflischen Lehren anzusehen, während diese falschen Auslegungen im finsteren Mittelalter durch diejenigen hervorgebracht wurden, die zur Verbrennung und zu anderen Folterungen der wahren Bibelgläubigen aufhetzten oder dabei halfen. Oh Herr, gewähre Deinem Volk ein weites Öffnen der Augen seines Verständnisses, damit es in der Lage sein möge, die Länge und Breite, Höhe und Tiefe Deiner Liebe und Gnade gegenüber Deinen Geschöpfen durch Christus zu erfassen!

WIE SICH GOTTES MITGEFÜHL ZEIGT
Wenn wir behaupten, daß, was auch immer an Liebe und Mitgefühl im Menschen ist, dies lediglich der Rest der ursprünglichen Gottähnlichkeit ist, in der Adam erschaffen wurde und die durch 6000 Jahre der Erniedrigung in Sünde nicht völlig getilgt wurde, wirft es sofort die Frage auf: Auf welche Weise zeigt Gott Seine Liebe und Sein Mitgefühl in solchen Notfällen, in denen selbst die Herzen von gefallenen Menschen durch Mitgefühl und Liebe zu Taten der Güte und des Beistandes bewegt werden? Eine richtige Antwort ist, daß Gott in jeder gütigen Handlung, sei es durch Seine Kinder oder durch die Welt, vertreten ist, weil ihre Taten unter solchen Umständen die Folge dessen sind, daß sie etwas von Seinem Charakter und Seiner Wesensart besitzen. Diese Antwort ist nicht vollständig genug, um befriedigend zu sein; aber, Gott sei Dank, offenbart eine ausführlichere Erforschung im Lichte Seines Wortes ein grenzenloses Mitgefühl Seinerseits, indem Er reichlichen Beistand bereitstellt, welcher in Kürze offenbart werden soll. Aber warum befreit Gott Seine Geschöpfe nicht gleich vom Unheil? Oder, um noch weiter zurückzugehen, warum verhindert Er (der alle Weisheit und alle Macht hat) nicht Unglücke - Orkane, Tornados, Erdbeben, Sturmfluten, verheerende Überschwemmungen, Seuchen usw.? Und da wir schon dabei sind, können wir ebenso gut alle Übel einbeziehen, die Gott verhindern könnte, wenn Er wollte: alle Formen von Krankheiten, Schmerz und Tod, alle Arten der Vernichtung - Kriege, Morde usw.; alles, was denen Schmerz oder Sorge bereitet, die in Harmonie mit Gott sein möchten? Die Antwort auf jede dieser Fragen wird alle beantworten, denn alles menschliche Übel hat eine gemeinsame Quelle oder Ursache. Um diese Ursache völlig zu verstehen, müssen wir ganz zum Anfang von Krankheit, Schmerz, Tod und Sorge, zum Garten Eden zurückgehen, wo weder Hunger, Seuchen, Orkane, Tornados, Erdbeben, noch der Tod des Menschen zugelassen wurden, und wo der Mensch, seine Umgebung und Lebensbedingungen von Gott selbst für , ,,sehr gut (1. Mos. 1:31) erklärt wurden. Zweifellos wußte der Mensch diese Bedingungen zu schätzen, denn er mußte daraus vertrieben werden und durch das feurige Schwert, das den Zugang zu den lebenserhaltenden Früchten des Gartens versperrte, daran gehindert werden, zurückzukehren (1. Mos. 3:24). Wie konnte es geschehen, daß dieser liebende Schöpfer, der so gnädig für das Leben und das Wohlergehen Seiner Geschöpfe sorgte, der mit ihnen verkehrte und ihnen Seinen Segen und die Verheißung des ewigen Lebens unter der einzigen Bedingung fortwährenden Gehorsams gab, Seine Haltung gegenüber Seinen Geschöpfen so änderte, daß Er sie von dem Genuß dieser Bequemlichkeiten und Segnungen Edens auf die unvorbereitete Erde - zu mühseliger Arbeit, Ermüdung und ungenügender Nahrung, und somit in den Tod vertrieb?

DIE TODESSTRAFE SCHRITTWEISE AUFERLEGT
Wir müssen daran denken, daß der Schöpfer zuvor nur den Garten Eden (1. Mos. 2:8) auf besondere oder wunderbarer Weise für den Menschen zum bequemen Genuß der Gunst des Lebens und als passenden Ort für seine Prüfung vorbereitete. Gott sah den Fall des Menschen voraus und traf Vorsorge, daß die Strafe der Sünde, ,,sterbend wirst du sterben (1. Mos. 2:17 wörtliche Übersetzung), anstatt plötzlich auferlegt zu werden, durch einen Blitzschlag oder eine rasche Methode, schrittweise, in der unvorbereiteten Erde erfolgte, durch den Kampf mit den ungünstigen Bedingungen von Klima, Dornen, Unkraut, Unfruchtbarkeit des Bodens, Stürmen, Überschwemmungen, Erdbeben usw.. Die Vorbereitung der Erde würde weitere 7000 Jahre erfordern, um sie gänzlich für vollkommene, gehorsame, menschliche Kinder Gottes bewohnbar zu machen. Deshalb verließen Adam und Eva Eden als zum Tode verurteilte Sträflinge, die sich selbst vor dem gerechtesten aller Richter, ihrem Schöpfer und Freund, überführten. Die Sträflinge sahen es eher als Gnade an, daß Gott sie nicht plötzlich sondern allmählich sterben ließ. Währenddessen war dies für den Schöpfer und Richter aufgrund Seines Planes für ihre Zukunft zweckmäßig, in dem solche Erfahrungen mit unvollkommenen Lebensbedingungen von großem Wert sein würden - ein Plan für die Vermehrung des Menschengeschlechtes und für seine Erziehung und letztendliche Erlösung und Wiederherstellung. Gott sah voraus, daß die auf diese Art verhängte Todesstrafe, dem Menschen, durch die Erfahrungen, so eine Lektion über die außerordentliche Sündhaftigkeit der Sünde und ihre verderblichen Folgen erteilen würde, daß sie nie mehr wiederholt werden muß. Sie ist deshalb eine Lektion, die allen ewig Nutzen bringt, die sie lernen, insbesondere dann, wenn Christi tausendjährige Herrschaft der Gerechtigkeit, die Früchte der Gerechtigkeit im Gegensatz dazu offenbaren wird. Gott legte es auch darauf an, daß die Ausübung der geistigen Fähigkeiten des Menschen, indem er die Störungen und Unvollkommenheiten in seiner Umgebung bewältigt und Erleichterungen erfindet, sowie die Ausübung seiner moralischen Fähigkeiten, indem er seine eigenen Schwächen bekämpft, und die Forderungen an sein Mitgefühl, sich als nützlich für seine Vorbereitung auf zukünftige Segnungen erweisen würden.

DIE EWIGE QUAL - UNGERECHT UND LIEBLOS
Wenn das Urteil Gottes (zusätzlich zu dem Verlust der Annehmlichkeiten Edens und den Erfahrungen mit Sünde und Tod) Seine Geschöpfe zu ewiger Qual und Pein verdammt hätte, wie einige immer noch glauben und lehren, wer könnte solch ein Urteil verteidigen, oder den Richter gerecht, liebend oder in irgend einem Sinne gut nennen? Gewiß niemand mit gesundem Verstand! Wenn man jedoch versteht, daß die Heilige Schrift lehrt, daß der Tod (die Auslöschung - Röm. 6: 23; Jes. 43:17 - nicht Leben in Qual) die verkündigte und auferlegte Strafe war, ist alles vernünftig. Gott hat ein Recht, von Seinen vollkommenen Geschöpfen vollkommenen Gehorsam zu verlangen, wenn ihre Lebensbedingungen vollkommen sind, wie es bei Adam der Fall war. Und die Anordnung, daß außer den Vollkommenen niemand ewig leben wird, ist sowohl eine weise als auch gerechte Vorkehrung für das ewige Wohlergehen aller. Eine tiefe Bedeutung liegt in den Worten des Schöpfers, als Er Seine fair geprüften und gerecht verurteilten Geschöpfe aussandte, um unter Dornen und Disteln zu arbeiten, in Schmerz, Kummer - und Krankheit und um den Unfällen und Unglücken des unvollendeten Werkes der Natur unterworfen zu sein. Er sagte: ,,so sei der Erdboden verflucht um deinetwillen (1. Mos. 3:17-19), d.h. die Erde im Allgemeinen ist die Erde in ihrem jetzigen unvollkommenen Zustand zu deinem Nutzen und deiner Erfahrung, wenn du es auch nicht so ansehen magst. Adam hätte gern den ständigen Zugang zu den Früchten des Gartens behalten, um der schweren Arbeit zu entgehen, und damit es ihm möglich wäre seine Lebenskraft vollständig zu erhalten und ewig zu leben. Doch in liebevoller Rücksicht auf das endgültige Wohl des Menschen, nicht weniger als auf die Gerechtigkeit und Achtung vor Seinem eigenen Todesurteil, verhinderte Gott dies und bewachte den Rückweg zum Garten, damit das Todesurteil in der Vollstreckung nicht fehlschlage, und damit die Sünder nicht ewig leben und somit die Sünde aufrechterhalten (1. Mos. 3 :22-24).

AUS DEM FLUCH GEZOGENER NUTZEN
Die Kinder des verurteilten Paares ererbten die Auswirkungen ihres Falls: Unvollkommenheiten und Schwächen, und auch die Strafen dafür; denn ,,wie konnte ein Reiner vom Unreinen kommen? Deshalb hat das ganze Menschengeschlecht unter Sträflingsarbeit nicht nur gelernt, was Sünde und Böses und deren unerwünschte Folgen sind, sondern durch ihre Arbeit und ihr Geschick haben sie auch dazu beigetragen, die Erde vorzubereiten und sie als Ganzes zur völligen Vollkommenheit zu bringen, wie es für sie geplant ist und in dem Zustand von Eden veranschaulicht wird - bereit für eine weitere Absicht Gottes, was niemandem außer Seinen Kindern (und davon nicht allen) durch die Heilige Schrift bewußt gemacht wurde. Wir können also sehen, daß Arbeit und Mühsal zum Wohle des Menschen verordnet wurden. Sie haben ihn so beschäftigt, daß er Böses nicht in solchem Maß planen und vollenden konnte, wie er es sonst getan hätte. Und während die Erde fruchtbarer wird, indem sie sich der Vollkommenheit nähert, wird die Lebenskraft des Menschen geringer; so daß jetzt, bei mehr Freizeit Böses zu planen, auszuhecken und darin klüger zu werden, die Lebensperiode, in der diese Dinge getan werden, kürzer ist. Was für eine maskierte Gnade ist die heutige Kürze des Lebens unter den gegenwärtigen Verhältnissen! Würden einige der ,,cleveren Geschäftsmänner, die in einigen wenigen Jahren Millionen von Summen anhäufen und große Macht ergreifen, 930 Jahre leben, wie Adam, (1. Mos. 5:5), was könnten wir anderes erwarten als ein unbeschränktes Monopol von Seiten einiger Weniger, mit dem Rest des Menschengeschlechtes als ihre Betrogenen und Sklaven? Wir sehen also, daß Gottes Handlungsweise, Seine Geschöpfe dem Tod, Schmerzen und verschiedenen Katastrophen auszusetzen, vor allem nur mit ihrem gegenwärtigen Leben auf der Erde und mit keinem anderen verbunden war. Denn Gott gab ihnen nicht die geringste Andeutung über irgendeine Fortsetzung des Lebens an irgendeinem anderen Ort. Im Gegenteil, die Worte der Strafe waren: ,,Denn Staub bist du [warst du] und zum Staub wirst du zurückkehren; ,,sterbend wirst du sterben (1. Mos. 3:19; 2:17). Gewiß, Gott gab die Verheißung, daß irgendwie und irgendwann ein Sohn der Frau eine Erlösung bewirken würde (1. Mos. 3:15). Doch das war damals unklar und unbestimmt, bloß ein Hoffnungsschimmer, um ihnen zu zeigen, daß, obwohl Gott sie streng und gemäß den Richtlinien des Gesetzes und der Gerechtigkeit behandelte, Er dennoch Mitgefühl für sie hatte, und letztendlich ohne die Gerechtigkeit zu verletzen oder Sein eigenes gerechtes Todesurteil zu übergehen, Erleichterung verschaffen würde.

GOTT IST GERECHT UND DENNOCH DER VERTEIDIGER DER SÜNDER
Der heilige Paulus sagt uns, daß Gott für die Rettung des Menschen vom ursprünglichen Todesurteil, das als Folge von Adams Fall über alle kam, eine Methode wählte, die die Gerechtigkeit Seiner Strafe und die Unveränderlichkeit Seiner Ratschlüsse zeigt, und die trotzdem solchen, die von der Sünde genug haben, erlaubt, ihre Erfahrung weise zu nutzen und zur Harmonie mit und zum Gehorsam zu ihrem Schöpfer und Seinen gerechten und vernünftigen Gesetzen und Verordnungen zurückzukehren. Dieser göttliche Plan, durch den Gott in Seiner Haltung gegenüber der Sünde und den Sündern gerecht und unveränderlich bleiben und sie dennoch von der Strafe der Sünde (Tod und Ungnade) erlösen konnte, wird durch Paulus in Röm. 3:24-26 dargelegt. Kurz gesagt, sah dieser Plan vor, daß ein anderer vollkommener Mensch, der durch den Gehorsam gegenüber dem Gesetz Gottes seine Würdigkeit zum ewigen Leben erweisen würde, durch das willige Opfer des Lebens, dessen Er sich somit als würdig erwies, das verwirkte Leben Adams und seiner Nachkommen, die durch ihn das Leben verloren, zurückkaufen könnte. Denn es steht geschrieben ,,in Adam sterben alle, und ,,durch das Vergehen eines einzigen, kam es für alle Menschen zur Verdammnis (1. Kor. 15:22; Rom. 5:12, 18). Da die Verurteilung zum Tode auf allen Menschen lastete, und da ein anderer, neuer- schaffener und unerfahrener Mensch wie Adam, obgleich genauso günstig gestellt, ebenso zum Fallen geneigt gewesen wäre, erdachte Gott den wunderbaren Plan, Seinen einzigen Sohn aus der geistiger in die menschliche Natur zu versetzen, und auf diese Weise, einen zum Opfer geeigneten Menschen zu beschaffen - ,,der Mensch Christus Jesus, der sich selbst als Lösegeld für alle gab"; ,,da er reich war [obwohl Er Herrlichkeit, Ehre und Reichtümer an Weisheit und Macht sowohl über die Engel als auch Menschen besaß], um euretwillen arm wurde [indem Er sich zu einer niedrigeren Natur, die eines Menschen, erniedrigte und selbst bis zum Tod gehorsam war], damit ihr durch seine Armut reich würdet (1. Tim. 2:5, 6; 2. Kor. 8:9). Somit wurde der Erst erschaffene, ,,der Erstgeborene aller Schöpfung" (Kol. 1: 15), ,,der Anfang der Schöpfung Gottes" (Off. 3:14), derjenige, der den Charakter Gottes länger, vollständiger und inniger als irgend ein anderes Wesen kannte, in der Tat derjenige, der als Jehovas intelligenter und wirksamer Hauptagent in der Erschaffung sowohl der Engel als auch der Menschen geehrt worden ist, derjenige, von dem alle Dinge gemacht sind, und ohne den nicht eines gemacht wurde (Joh. 1:3; Kol. 1:16,17) - dieses Große Wesen, Jehovas Premierminister, der an Würde gleich nach Ihm steht, wurde vom Allmächtigen mit dem großen Werk der Erlösung und Wiederherstellung der Menschheit betraut.

JESUS STARB FÜR DIE ERLÖSUNG DES MENSCHEN
Die Erlösung der Menschheit würde Jesus die Opferung des eigenen Lebens kosten; als ihr Lösegeld würde Er alle damit verbundenen Leiden und die Selbstverleugnung ertragen müssen. Sie wiederherzustellen (diejenigen von ihnen, die sich würdig erweisen - wer da will) würde die Ausübung göttlicher Macht erfordern, um das Gefängnis des Todes zu öffnen, um die Fesseln der Sünde, des Vorurteils und Aberglaubens zu lösen, und um all den Erlösten die umfassendste Gelegenheit zu geben, zu zeigen, ob sie Gutes oder Böses, Gerechtigkeit oder Sünde, Wahrheit oder Irrtum bevorzugen - um alle zu vernichten, die Ungerechtigkeit lieben und hervorbringen (Psa. 145:20) und um alle, die das Leben unter seiner einzigen Bedingung - Gerechtigkeit - lieben und wählen, zu fördern und wieder zu vervollkommnen (Psa. 37:34-40). Den Plan des Vaters und Sein Vorrecht der Zusammenarbeit bei seiner Durchführung zu kennen, bedeutete, ihn zu schätzen und sich freudig daran zu beteiligen. Freiwillig legte unser Herr Jesus die Herrlichkeit der höheren Natur ab, die Er noch vor der Erschaffung des Universums beim Vater inne hatte (Joh. 17:5; 2. Kor. 8:9). Er ,,wurde Fleisch (Joh. 1:14; Heb. 2:9, 10, 14-18), wurde ein Mann von 30 Jahren, und begann dann das große Opferwerk - die Opferung Seiner selbst zur Aufhebung der Sünde des ersten Menschen, um Adam und sein Geschlecht retten, indem Er als ihr Erlöser für sie starb. Dadurch, daß Er der Gerechtigkeit, den Preis für ihre Befreiung, von der göttlichen Verurteilung, zahlte, sicherte Er sich das legale Recht, die gegen sie verhängte Strafe, die Verurteilung zum Tod, aufzuheben und folglich das Recht, ,,welche er will (Joh. 5:21) aufzuwecken oder ins Leben und zu all dem verlorenen Besitz und den Segnungen zurückzurufen. Er will alle, die sich würdig erweisen werden, wiederherstellen. Und nachzuweisen, wer des ewigen Lebens würdig ist, wird Ziel des tausendjährigen Gerichtstages der Welt sein (1. Tim. 2:4; 4:10; 1. Joh. 2:2, 2. Pet. 3:9). Diese Tatsache, nämlich daß es die Mission unseres Herrn während Seines ersten Advents auf der Erde war, für das Menschengeschlecht zu sterben, damit Er die Folgen der Übertretung Adams rückgängig machen könnte, und um das Recht zu sichern, sie aufzuerwecken und wiederherzustellen, ist deutlich durch den Apostel dargelegt (Röm. 5:6-12, 16-19, 21; 1. Kor. 15:21-24).

"DURCH SEINE ERKENNTNIS"
Obwohl Er in allem versucht wurde, wie wir (seine ,,Brüder) versucht werden, beachtete Er Seinen eigenen Willen (Luk. 22:42; Joh. 4:34; 5:30) und alle Anregungen von anderen, die im Gegensatz zum Plan Gottes standen, nicht (Matt. 16:23; Luk. 4:4, 8, 12) und gehorchte Gott bedingungslos. Und darin liegt das Geheimnis Seines Erfolges. Versuchungen überwältigten Ihn nicht, wie sogar den vollkommenen Menschen Adam, da Er dem göttlichen Willen und Plan völlig geweiht war, und diese Vollständigkeit der Weihung und des Vertrauens war das Ergebnis Seiner innigen Kenntnis des Vaters und Seines grenzenlosen Vertrauens in Seine Weisheit, Liebe und Macht. Er wußte von Seiner vorherigen Existenz als Geistwesen beim Vater (Job. 17:5, 3:12, 13; 6:62). Der Erfolg unseres Herrn war folglich das Ergebnis der richtigen Ausübung Seiner Erkenntnis Gottes, wie geschrieben steht: ,,durch seine Erkenntnis wird der Gerechte, mein Knecht, Vielen zur Gerechtigkeit verhelfen, und ihre Sünden wird er sich selbst aufladen. (Jes. 53:11). Auf zwei Gedanken wird hier hingewiesen: (1) Selbst ein vollkommener Mensch versagte in der Prüfung mangels der vollen Wertschätzung von Gottes Größe, Güte und Reichtümern. (2) Die Erkenntnis wäre (wie im Falle Satans) wertlos, wäre sie nicht von aufrichtiger Liebe und Weihung, Gottes Willen zu tun, begleitet. Eine weitere Lektion für die ,,Brüder Christi ist es, daß für ihre Nachfolge in den Fußstapfen des Meisters sowohl Erkenntnis als auch Weihung unentbehrlich sind. Unter den Menschen waren Jesus und Seine Mission nicht wirklich bekannt. Selbst Seine inbrünstigen Nachfolger und Bewundere vermuteten anfänglich, daß Seine Mission nur darin bestand, einige kranke Juden zu heilen, ihre Nation zur Herrschaft über die sterbende Welt zu erheben, und ein Lehrer der Moral zu sein. Am Anfang sahen sie nicht, daß Seine Mission darin bestand, den Grundstein zu einem weltweiten Königreich zu legen, das nicht nur die Lebenden sondern auch die Toten von Adams Geschlecht einschließen würde und das allen Würdigen ewigen Frieden und Freude sichern würde, indem Er die Sünde und alle, die sie lieben, nachdem sie völlig verstanden haben, daß der Charakter der Sünde im Gegensatz zur Gerechtigkeit steht, für immer ausrotten würde. Selbst Seine Freunde und Jünger wurden sich dieser großen Ausmaße Seines Werkes nur sehr langsam bewußt, obwohl Er sie immer wieder erwähnte und Zeugnis gab, indem Er sagte: ,,der Sohn des Menschen ist gekommen ... um ... Sein Leben zu geben als Lösegeld für viele. ,,Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, daß die Stunde kommt [,,und jetzt da ist diese Worte fehlen im Sinaiticus], wo die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, und die sie gehört haben [darauf achten], werden leben. ,,Der Geist des Herrn ...hat mich gesandt, Gefangenen [des Todes] Befreiung auszurufen und [geistig, moralisch und physisch] Blinden, zu verkünden, daß sie wieder sehen werden, Zerschlagene [verletzt durch den Fall Adams - dem größten jemals aufgetretenen Unglück] in Freiheit hinzusenden (Mat. 20:28; Joh. 5:25; Luk. 4: 18). Das Opfer des Erlösers - Sein alles - als Lösegeld für den Menschen, wurde zu der Zeit, als Er 30 Jahre alt war - bei Seiner Taufe - dargebracht. Und dort wurde das Opfer von Jehovah angenommen, was durch Seine Salbung mit dem Geist gezeigt wird. Von da an verbrachte Er die 3 1/2 Jahre Seines Dienstes, indem Er das geweihte und schon dargebrachte Leben aufbrauchte, und dies vollendete Er auf Golgatha. Dort wurde der Preis für unsere Freiheit vollständig bezahlt, als unser Herr äußerte: ,,Es ist vollbracht!. Er ist weiterhin gültig. Durch die Gnade Gottes ist der Preis als Ausgleich und Begleichung für jede direkt oder indirekt aus dem ersten Ungehorsam und dem Fall resultierende Schwachheit und Sünde des ersten Menschen und seiner Nachkommen, annehmbar. Alles, was seitdem notwendig ist zur vollständigen Rückkehr zur göttlichen Gunst und Gemeinschaft und zu einem Erbteil im Paradies (Garten) Gottes, welches der große Erlöser verheißen hat, zur rechten Zeit auf der ganzen Erde zu errichten, so wie es zuerst im Garten Eden war, ist eine Anerkennung der Sünde, völlige Reue und eine Abwendung von der Sünde hin zur Gerechtigkeit. Christus wird auf der Erde Gerechtigkeit herstellen durch das Königreich Gottes, welches aufzurichten Er verheißen hat, und Er forderte uns auf, darauf zu warten und zu hoffen (Hab. 2:3), und Er lehrte uns dafür zu beten: ,,Dein Reich komme; Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auch auf Erden.

"IHR ALLE WERDET EBENSO UMKOMMEN"
Der Tod, in welcher Form er auch kommen mag, ist Vernichtung, Aufhören der Existenz, denn der Tod ist das ,,Aufhören des Lebens. Durch Adams Übertretung wurde die gesamte Menschheit zum Verlust des Lebens, zur Vernichtung, verurteilt, zu ,,sein, als wären sie nie gewesen (Obadja 16). Und es ist nur ein Weg bestimmt worden, dieser Verurteilung zu entgehen (Apg. 4:12). Wegen des Erlösungswerkes Christi, können alle, durch Annahme der Bedingungen des Lebens, der Vernichtung entrinnen (Joh. 3:16). Während der tausendjährigen Herrschaft Christi, werden diejenigen, die Pilatus ermordete, diejenigen, auf die der Turm in Siloah fiel, diejenigen, die in Erdbeben, Stürmen, Überschwemmungen, Bergwerksunglücken, Bränden, Explosionen, Schiffsunglücken, Kriegen, Morden, Unfällen usw. umkamen, und alle anderen des Menschengeschlechtes im allgemeinen (,,ihr werdet alle ebenso umkommen), die an der jetzt auf allen lastenden Todesstrafe teilhaben, aus den Gräben befreit und zu einer Erkenntnis Christi, Seines Erlösungswerkes und ihres Vorrechtes auf Reue und der völligen Restitution zur göttlichen Gunst - dem Leben, usw. gebracht. So gesehen, war das Umkommen die Todesstrafe Adams, doch sie wird durch Christi ,,Lösegeld für alle (1. Tim. 2:6) aufgehoben werden. Sie sollte nicht länger als ein Zustand des Umkommens sondern als ein ,,Schlaf betrachtet werden (Joh. 11: 11-14; Matt. 9:24; 1. Thes. 4: 14; 5:10), aus dem der Erlöser alle aufwecken wird, um jedem, der keine Gelegenheit hatte, bevor er vom adamischen Tod eingeholt wurde, eine umfassende, persönliche Gelegenheit zu geben, dem Umkommen zu entgehen und ewig zu Leben. Letztendlich werden alle, die es versäumen, Buße zu tun und sich an dem gnädigen Lebensgeber festzuhalten, umkommen; sie werden verfehlen, die bereitgestellte vollständige Wiederherstellung zu erlangen. Sie werden niemals (vollkommenes) Leben, (vollständige Wiederherstellung) sehen, denn der Zorn oder die Verurteilung Gottes wird auf ihnen bleiben und sie als des Lebens unwürdig zum Tode verurteilen (Joh. 3:36). Und da dies ihre zweite, und eine individuelle Verurteilung sein wird, wird die Strafe der Zweite Tod sein, der nicht allgemein für das ganze Menschengeschlecht gelten wird, sondern nur für solche Einzelpersonen, die Gottes Gunst der Versöhnung und des Lebens abweisen (Off. 21 :8; Apg. 3 :22, 23; Psa. 145 :20). Unter jener gesegneten und weisen Herrschaft Christi als König der Nationen (jedoch nicht im Fleisch sichtbar, denn Er ist nicht mehr Fleisch, sondern wurde, nachdem Er Sein fleischliches Leben beendet hatte indem Er es als Lösegeld für uns gab, wieder hoch erhöht), werden alle schlechten und verdorbenen Neigungen, die aus dem Fall und aus den 6000 Jahren der Degradierung- ererbt wurden, durch übermenschliche Weisheit, Liebe und Macht unterdrückt und unter Kontrolle gehalten. Alle werden, nach dem sie eine klare Erkenntnis der Wahrheit in jedem ihrer Züge erhalten haben (1. Tim. 2:4; Jes. 11: 9), gerecht und vollständig geprüft. Diejenigen, die Gerechtigkeit lieben, werden vollkommen gemacht werden und die Herrschaft über die vervollkommnete Erde erhalten, während diejenigen, die in jenem hellen Lichte der Erkenntnis und Erfahrung Ungerechtigkeit lieben als Nachfolger des Beispiels Satans im Zweiten Tod vollständig vernichtet werden. Der erste Tod ist die Vernichtung, der alle durch Adams Sünde unterworfen waren, von der jedoch alle durch das Opfer Jesu erlöst werden. Der Zweite Tod ist jene Vernichtung, die diejenigen ereilen wird, die trotz der Erlösung durch Christus vom ersten Tod infolge ihres eigenen vorsätzlichen Wandels erneut den Tod verdienen und erhalten (Hes. 18:4, 20; Jer. 31:29, 20; Dieser Zweite Tod bedeutet ihre vollständige Vernichtung ohne Hoffnung auf eine weitere Erlösung oder Auferstehung, denn Christus stirbt nie mehr. Auch könnte für ihre weitere Prüfung kein triftiger Grund angegeben werden, denn die Prüfung, die im Millennium unter Christus als Richter gewährt wird, wird gründlich, gerecht, individuell und endgültig sein (Apg. 17:31; 1. Kor. 15:25; Matt. 25:31-46; Off. 20:11-15).

WIE SIND UNGLÜCKE ZU BETRACHTEN?
Wie Jesus die Unglücke Seiner Zeit gebrauchte, um die gerechte Strafe gegen alle, zu illustrieren, die nicht der Sünde entfliehen und am Erlöser und Lebensgeber festhalten, so gebrauchen auch wir sie. Wir müssen sagen, daß die Vernichtung, das Umkommen, die gerechte, in der Heiligen Schrift gelehrte, Strafe für die Sünde ist. Wir verurteilen die Theorie von der ewigen Qual, an die noch immer einige Kinder Gottes glauben, als unbiblisch, als eine der gotteslästerlichen Verleumdungen Satans gegen Gottes Charakter. Und wir verkünden, daß Gottes Geschenk - ewiges Leben durch unseren Herrn Jesus - nur durch Buße, Besserung und Glauben an den Erlöser erlangt werden kann. Wer auch immer von dem Angebot des Lebens hört, trägt in dem Maße Verantwortung, wie er es versteht, und gemäß Gottes Verheißung und Plan werden alle Menschen irgendwann, entweder im Evangelium - Zeitalter oder im kommenden Millennium -Zeitalter zu einer vollen, klaren Wertschätzung dieser Bedingungen und Gelegenheiten gebracht, mit den umfassendsten Gelegenheiten zur Reue und zum Leben (Joh. 1:9; Jer. 31:31-34). Unglücke sind im allgemeinen als Unfälle zu betrachten, die der menschlichen Unvollkommenheit und fehlenden Erfahrung oder Störungen zuzuschreiben sind, die verbunden sind mit der Vorbereitung der Erde auf ihren friedsameren und vollkommeneren Zustand während des Sabbats oder siebenten Jahrtausend (das Millennium) und auf ihren Zustand der absoluten ewigen Vollkommenheit nach dem Millennium, während welchem sie unter der Leitung Christi ihren letzten Schliff erhalten und für das erlöste Menschengeschlecht umfassend vorbereitet wird. Seine Herrschaft wird die Menschheit auch dazu vorbereiten, die vervollkommnete Erde recht zu nutzen, sich an ihr zu erfreuen und sie zu beherrschen. Der Mensch ist diesen Unglücken und Unfällen ausgesetzt, und sein allmächtiger Schöpfer schützt ihn nicht davor, weil (1) der Mensch ein zum Tode verurteilter Sünder ist und nicht von ihm verschont werden soll, sondern es zugelassen werden muß, daß er ihn durchschreitet, und (2) die Menschheit durch die gegenwärtigen Erfahrungen mit Schwierigkeiten, Trauer und Schmerz, die lediglich Elemente des Todes sind, eine Lektion lernt und eine Erfahrung mit der Sünde und den daraus resultierenden Kummer, Schmerz und Tod speichert, die im Tausendjährigen Zeitalter wertvoll sein wird, wenn von jedem gefordert wird, sich zwischen Gut und Böse zu entscheiden. Jetzt erfahren sie zuerst das Böse. Das Gute und seine gesegneten Folgen und Belohnungen, die man heute nur schwach erkennen kann, werden dann vollständig offenbart.

WARUM SICH DIE SEGNUNG DER WELT VERZÖGERT
Es könnten jedoch manche fragen: Wenn es Gottes Plan ist, die Welt durch den Tod Seines Sohnes zu erlösen und alle diejenigen zu rechtfertigen und wiederherzustellen, die an Ihn glauben und Ihn annehmen und der Gerechtigkeit gegenüber gehorsam sind und sie lieben, warum hat dann Christi tausendjährige Herrschaft mit ihren günstigen Bedingungen und massiven Beschränkungen nicht sofort begonnen, sobald Christus auf Golgatha das Lösegeld dargebracht hatte, anstatt diejenigen, die der Gerechtigkeit folgen wollten zu zwingen, ,,durch blutige Meere zu segeln und für die Gerechtigkeit zu leiden? Oder warum wurde die Zahlung des Lösegeldes nicht bis zum Ende der 6000 Jahre des Bösen und der Einführung der Milleniumsherrschaft verschoben? Oder, wenn die gegenwärtige Ordnung der Ereignisse in der göttlichen Weisheit die beste ist, warum schützt dann Gott nicht wenigstens besonders diejenigen vor Unglücken, Unfällen, Trauer, Schmerz, Tod, usw., die Christus als ihren Erlöser völlig angenommen haben und alles was sie haben, geopfert haben und in Seinem Dienst verwenden? Oh ja! Das Thema wäre unvollständig, wenn dieser Punkt unberührt bliebe. Gott verschob die verheißenen Segnungen für die Welt (Gal. 3:8, 16, 29; Apg. 3:19-21; Jes. 35), um zunächst eine Braut für Seinen Sohn zu erwählen (Apg. 15:14-18, Rom. 8:22, 19; off. 21:9, 10, 2; 19:6-9). Die geweihten Gottes, die Kirche des Evangelium-Zeitalters sind ein ,,eigentümliches Volk., anders als der Rest des Menschengeschlechtes und Gottes Handlungsweise mit ihnen ist auch eigentümlich und anders. Unglücke, große und kleine, betreffen ständig sowohl Gottes Diener wie auch die weltlichen Leute, und scheinbar genauso oft zufällig. Doch dadurch prüft der Herr unseren Glauben - mit der Absicht uns entweder zurückzuweisen, wenn unser ungenügender Glaube keine weiteren Fortschritte zuläßt, oder unseren Glauben, wenn wir ihn besitzen und unter Seiner Leitung ausüben wollen, zu entwickeln, zu stärken und zu vergrößern.

WARUM CHRISTEN LEIDEN
Die Zusicherung des Herrn für alle Seine wahrhaft geweihten Kinder ist, daß alle Dinge zu ihrem Guten wirken werden (Röm. 8:28). Gott versichert ihnen, daß, nachdem sie in eine neue Beziehung zu Ihm eingetreten sind, alle ihre Angelegenheiten, von nun an Seine Angelegenheiten und Seine Sorge sind. Folglich können sie sich ganz im Klaren darüber sein, daß, egal wie die Welt den Unfällen, die mit den unvollkommenen Bedingungen unter dem Fluch verbunden sind, ausgesetzt sein mag, die ,,Kleinen Gottes in Seiner besonderen Fürsorge eingebettet sind. Ohne Sein Wissen und Einverständnis darf nicht ein Haar ihres Hauptes Schaden erleiden (Luk. 12:7; Joh. 10:28, 29). Wie wunderbar! Und doch, wie verständlich ist es, wenn wir uns an die Zusicherung erinnern, daß ,,wie sich ein Vater über seine Kinder erbarmt, so erbarmt sich der Herr über [hat mitfühlende Liebe für] die, die ihn fürchten [verehren] (Psa. 103:13). Es gibt zwei Gründe, weshalb Gottes Volk nicht von den Übeln Lebens, die in der Welt weit verbreitet sind, ausgenommen ist: (l) Eine solche Befreiung würde alle möglichen Charaktere aus selbstsüchtigen Beweggründen zur Kirche hinziehen. Während Gott beabsichtigt, Seine Segnungen allen uneingeschränkt, zur rechten Zeit, anzubieten, handelt Er nach einem Plan, in welchem Er das Evangelium-Zeitalter für die Auswahl einer besonderen Klasse, für einen besonderen Zweck einplante - um im kommenden Zeitalter als Gottes Werkzeuge, als Miterben des Herrn und Erlösers, bei der Segnung und Erleuchtung der ganzen Welt eingesetzt zu werden. Deshalb ist Gott, im Gegensatz zum allgemeinen Verständnis, genauso vorsichtig damit gewesen, einige von Seiner Kirche auszuschließen wie damit, andere hineinzuziehen. Es hat sich gezeigt, daß sich Seine Bevorzugungen nicht nach Hautfarbe, Geschlecht, Gelehrsamkeit oder Nationalität richten, sondern nach Glaube, Gehorsam und Ähnlichkeit zu Christus, im Herzen oder Willen. ,,Denn die er vorher erkannt hat, die hat er auch vorherbestimmt [alle, die als Glieder der verherrlichten Kirche, dem Königlichen Priestertum, angenommen sind], dem Bilde [der Charakterähnlichkeit] seines Sohnes gleichförmig zu sein (Röm. 8:28). (2) Es ist ein Teil der notwendigen Schulung der Kinder Gottes, daß sie lernen, Ihm unbedingt zu vertrauen - nicht nur in Angelegenheiten, die sie klar sehen und völlig verstehen können, sondern in allem. Diejenigen, die dies nicht als eine ihrer Lektionen lernen können (und es ist eine der wichtigsten von allen), können die Prüfung nicht bestehen, sondern werden als ungeeignet erachtet werden, mit dem Herrn sowohl in der himmlischen als auch in der irdischen Phase Seines Königreiches zu regieren. Es ist wahr, daß der Glaube nicht die einzige Voraussetzung zur Teilnahme am Königreich ist, aber er ist die wichtigste von allen, weil wir ohne ihn die anderen Elemente des Charakters nicht so gut entwickeln können, und weil ohne den Glauben die andere Elemente des Charakters für Gott nicht annehmbar wären, selbst wenn wir sie in Vollkommenheit besitzen würden, denn ,,ohne Glauben ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen (Heb. 11:6). Nur durch die Belehrungen von Gottes Wort können wir die Dinge aus diesem Blickwinkel betrachten. Und nur, wenn sie aus diesem Blickwinkel betrachtet werden, können die Prüfungen, Schwierigkeiten, Verwirrungen, Verfolgungen usw., die auf das Volk Gottes kommen, so gewürdigt werden, daß sie sich ,,in Trübsal freuen und ,,in allem danksagen können. Im Glauben freuen sie sich, wie sie auch durch den Glauben sehen und durch den Glauben wandeln. Nur solche können klar erkennen, daß die gegenwärtigen Prüfungen von ihrem Vater vorgesehen und beabsichtigt sind, um für die, die dadurch recht geübt sind, ein über die Maßen überschwängliches, ewiges Gewicht von Herrlichkeit zu bewirken - denn sie schauen nicht auf sichtbare und zeitliche Dinge, sondern mit den Augen des Glaubens auf die verheißenen, die unsichtbaren und ewigen - Dinge (2. Kor. 4: 18).

DIE "ZEIT DER DRANGSAL"
In diesem Zusammenhang könnten manche fragen: Warum sollte diese gegenwärtige Generation so schreckliche Katastrophen erleiden, wie z.B. den Weltkrieg, der 1914 ausbrach und der in seinen beiden Phasen der ausgedehnteste und vernichtendeste Krieg der Geschichte war, der die meiste Armut brachte, durch den Millionen auf entsetzliche Weise abgeschlachtet wurden, durch den die meisten Nationen im Bankrott zurückgelassen wurden und andere nähern sich diesem Zustand schnell, aufgrund schwerer Steuerlasten und großer Anstrengungen, sich auf einen weiteren Krieg vorzubereiten. Viele Zeichen und Zeitprophezeiungen zeigen, daß wir seit dem Oktober 1914 in der großen ,,Zeit der Drangsal, dergleichen nicht gewesen ist, seitdem eine Nation besteht, leben (Dan. 12: 1; Jesus fügt hinzu ,,noch je sein wird. - Matt. 24:21). In dieser ,,Zeit des Endes rennen viele hin und her, und die Erkenntnis hat sich gemehrt. (Dan. 12:4). Wir sind froh, daß niemals wieder eine weitere Zeit weltweiter Trübsal, wie diese, der ,,Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes (Röm. 2:5), die in Jak. 5:1-5 beschriebenen ,,letzten Tage, die ,,schweren Zeiten aus 2. Tim. 3: 1-5 - notwendig sein wird. Durch Sünde und Selbstsucht bringt sich der Mensch selbst in viele Schwierigkeiten. Somit werden Dürren, Hungersnöte, Seuchen, gestörte Wetterverhältnisse, usw., die für den ,,Tag seines [des Herrn] Rüstens [für die kommende tausendjährige Friedensherrschaft] prophezeit wurden (Nah. 2:4), weitgehend durch des Menschen selbstsüchtige Ausbeutung von Wäldern und Böden, durch selbstsüchtigen Geschäftsgeist, durch Entziehung der Lebenskraft aus natürlichen Lebensmitteln, durch Kriegsvorbereitungen, durch die Störung der atmosphärischen Verhältnisse mit Atomexplosionen usw. herbeigeführt. So wirkt Gott bei der Ausführung Seiner Pläne zum größten Teil durch natürliche Mittel und gebraucht den Grimm des Menschen, um lhn zu preisen; und hält den Rest des Grimms zurück (Psa. 76:8-1 l). Alle sind sich der Tatsache bewußt, daß die Christenheit viel zu verantworten hat; aber warum gerade diese gegenwärtige Generation genötigt sein sollte, mehr zu leiden als irgend eine andere, ist ein Problem, das manche vielleicht nicht ganz verstehen. Die Gerechtigkeit der Zeit der Drangsal für die Nationen unserer Tage, müßte zu verstehen sein, wenn wir die Tatsache erkennen, daß wir uns heute in einer Periode befinden, die der Höhepunkt der Zeitalter in Bezug auf die Erfahrung ist, die der Welt in gewisser Hinsicht sehr nützlich sein sollte und auch ist, insbesondere für jenen Teil der Welt, der direkt oder indirekt mit dem Licht der göttlichen Wahrheit begünstigt worden ist - die Christenheit - deren Verantwortung für die Verwaltung dieses Vorteils folglich sehr groß ist. Gott macht die Menschen nicht nur für das verantwortlich, was sie wissen, sondern auch für das, was sie wissen könnten, wenn sie die Belehrung in ihren Herzen aufnehmen würden - auf die Lektionen, die die Erfahrung (ihre eigene und die der anderen) sie lehren will. Wenn es die Menschen versäumen, auf die Lektionen der Erfahrung zu achten oder bewußt ihre Prinzipien vernachlässigen oder verschmähen, müssen sie die Folgen, die auf sie zukommen, erleiden. Vor der so genannten Christenheit liegt die offene Geschichte der ganzen Vergangenheit sowie die göttlich inspirierte Offenbarung. Und welche Lektionen enthalten sie! Lektionen der Erfahrung, der Weisheit, des Wissens, der Gnade und der Warnung. Durch das Beachten der Erfahrungen früherer Generationen in verschiedenen Bereichen des menschlichen Gewerbes, der politischen Ökonomie usw. hat die Welt einen sehr lobenswerten Fortschritt in materiellen Dingen gemacht. Viele der Bequemlichkeiten und Annehmlichkeiten unserer gegenwärtigen Zivilisation sind zum größten Teil durch die Anwendung der Lektionen, die bei den Erfahrungen vergangener Generationen beobachtet wurden, zu uns gekommen. Die Drucktechnik bewirkte, daß diese Lektionen für jeden Menschen zugänglich wurden. Allein in diesem Punkt hat die gegenwärtige Generation in jeder Hinsicht bedeutende Vorteile: die gesamte angesammelte Weisheit und Erfahrung der Vergangenheit sind zu ihrer eigenen hinzugekommen. Doch die großen moralischen Lektionen, die die Menschen ebenfalls studiert und gelernt haben sollten, sind ganz allgemein mißachtet worden, sogar dann, wenn sie nachdrücklich der öffentlichen Aufmerksamkeit aufgezwungen worden sind. Die Geschichte ist voll von solchen Lektionen für denkende, zur Gerechtigkeit neigende Sinne. Die Menschen von heute haben viel mehr solcher Lektionen als diejenigen früherer Generationen, und diese Generation muß für ihre Nachlässigkeit leiden (Jes. 63 :3-6; Nah. 1: 2; Röm. 1: 18; Eph. 5 :6; Jak. 5: 1 -8). In der Tat, ,,die Elemente lösen sich auf ,,im Brand, und die Erde und die Werke auf ihr verbrennen, damit sie der kommenden Friedensherrschaft Platz machen (2. Pet. 3:10-13). Der Herr hat die Nationen versammelt und die Königreiche zusammengerufen und gießt Seinen Unwillen, ja die ganze Glut Seines Zorns über sie aus; denn die ganze Erde wird verzehrt ,,durch das Feuer Seines Eifers und bald wird Er ,,die Lippen der Völker in reine Lippen umwandeln, mit denen sie ,,Ihm einmütig dienen werden (Zeph. 3:8, 9). Nachdem unser Herr auf die ,,Bedrängnis der Nationen in Ratlosigkeit, ,,indem die Menschen verschmachten von Furcht, usw. und auf die Wolken der Drangsal, inmitten welcher der Sohn des Menschen offenbart wird, hinweist, ermahnt Er: ,,so blicket auf und hebet eure Häupter empor, weil eure Erlösung [Befreiung] naht ..., wenn ihr dies geschehen sehet, erkennet, daß das Reich Gottes nahe ist (Luk. 21 :28, 31). Wir freuen uns, zu sehen, wie Satans Reich in seinem Sturz zerfällt um der kommenden Herrschaft Christi über die Erde Platz zu machen.


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